Klimawandel

Klimawandel und Klimagerechtigkeit

Klimawandel? Kohlendioxid? Treibhauseffekt, natürlich und anthropogen?
Was ist das? Wo passiert was? Was sind die Ursachen? Und was hat das eigentlich mit mir zu tun?
Ursachen und Folgen des Klimawandels werden seit Jahren öffentlich diskutiert. Was jedoch die Hintergründe sind, was genau der Klimawandel für uns hier in Europa und für Menschen in anderen Teilen der Welt bedeutet, das wissen viele Jugendliche noch nicht. Auch bleibt häufig offen, was denn individuelle und gemeinschaftliche Optionen sind, den Klimawandel und seine Auswirkungen zu verringern.
Der Bildungsbaustein „Klimawandel und Klimagerechtigkeit“ dient als Einstieg in genau diese Themen. Nachdem die naturwissenschaftlichen Mechanismen, Ursachen und Zusammenhänge des Klimawandels geklärt wurden, erfahren die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mehr über dessen globale und lokale Folgen. Zudem wird reflektiert, was Klima(un)gerechtigkeit ist.

Gemeinsam denken wir schließlich darüber nach, was wir in welchen Bereichen des Lebens verändern können und wie wir in Zukunft leben wollen.

Ziele des Projekttages:

  • Wissen über Klima, CO2-Kreislauf, Treibhauseffekt und Klimawandel ist vermittelt
  • TN kennen Ursachen des Klimawandels
  • Verständnis globaler und lokaler Folgen des Klimawandels für die Menschen weltweit ist entwickelt
  • TN sind für Verteilungsgerechtigkeit angesichts begrenzter Ressourcen sensibilisiert
  • TN wissen, was Klima(un)gerechtigkeit ist
  • TN wissen, was „Nachhaltige Entwicklung“ bedeutet und kennen die SDGs
  • Handlungsmöglichkeiten bzw. Forderungen an Politik sind erarbeitet
  • Zukünftiges engagiertes Handeln ist angeregt
  • Einstieg: Klimanachrichten. (Globale) Folgen des Klimawandels.
  • Begriffsklärung: Kohlenstoff-Kreislauf, Treibhauseffekt und Klimawandel.
  • Ursachen des Klimawandels. Beispiele: Industrialisierung, Abholzung und Fleischproduktion.
  • Rollenspiel: Wen trifft es, wo und wie?
  • Klima(un)gerechtigkeit
  • Nachhaltigkeit: Was bedeutet das?
  • Worldcafé: Was können wir konkret in welchen Bereichen tun? Wie wollen wir leben?
  • Reflexion

Dieser Bildungsbaustein ist für Jugendliche ab ca. 14 Jahren und junge Erwachsene geeignet.

Eine Vorstellung vom Ablauf und den eingesetzten Methoden gibt das Methodenpapier.

Folgendermaßen kann der Ablauf sein: ZIM.pdf

Handout "Klimawandel & Klimagerechtigkeit


Was ist überhaupt Klima?
Was ist überhaupt Klima?
Was ist nochmal der Treibhauseffekt?

Die Lichtstrahlen der Sonne (kurzwellige UV-Strahlung) dringen durch die Atmosphäre und treffen auf die Erdoberfläche. Diese Strahlen werden zum Großteil von der Erdoberfläche absorbiert und in Wärme umgewandelt. Ein Teil wird als Wärmestrahlung (langwellige Infrarot- Strahlung) reflektiert. Bestimmte Gase in der Atmosphäre reflektieren diese Wärmestrahlung wiederum in Teilen zurück auf die Erde. Dazu zählen CO2, Methan und Lachgas. So wird es in der Atmosphäre wärmer. Das ist der natürliche Treibhauseffekt. Der erhöhte CO₂-Ausstoß, bedingt durch die Menschen seit der Industrialisierung, verstärkt den Treibhauseffekt; man spricht von einem anthropogenen (= menschengemachten) Treibhauseffekt, der den Klimawandel beschleunigt.

anthropogener Treibhauseffekt


Worum geht es in der Agenda 2030 und was sind die SDGs?

Der Klimawandel ist ein globales Phänomen und damit wir in einer nachhaltigen, klimagerechten Welt leben können, muss die ganze Weltgemeinschaft an diesem Ziel arbeiten.

Deshalb verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs der Erde am 25. September 2015 auf einem großen Gipfeltreffen in New York die Agenda 2030.

Sie beinhaltet einen Aktionsplan für die globale Entwicklungspolitik der nächsten 15 Jahre. Das von den Vereinten Nationen verabschiedete Dokument umfasst 38 Seiten und hat den vollständigen Titel Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

Weil alle Staaten der Erde die Agenda einstimmig in der Generalversammlung verabschiedet haben, wird die Agenda 2030 auch als „Weltzukunftsvertrag für den Planeten Erde und seine Menschen“ bezeichnet.

Die neue Agenda ist völkerrechtlich nicht bindend und hat lediglich die Form einer Absichtserklärung. Sie enthält 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, sog. SGDs (Sustainable Development Goals) und 169 Zielvorgaben. Darunter auch ein Ziel zum Klimaschutz (SDG 13).


Was ist Klimaungerechtigkeit?

 

Industrieländer wie Deutschland, Niederlande oder auch Austrailien, die Länder des sogenannten Globalen Nordens, sind reich geworden, weil sie Ressourcen aus den Ländern des sogenannten Globalen Südens importiert und genutzt haben, während der Planet für sie zur Müllkippe wurde. Das begann schon während der Kolonialzeit und dauert in veränderter Form bis heute an (Neokolonialismus). Die Länder des Globalen Nordens tragen durch ihre ressourcenintensive Lebensweise immer noch am meisten zum Klimawandel bei. Inzwischen ist der Klimawandel auch in den Industriestaaten spürbar und schränkt die Entwicklungsmöglichkeiten kommender Generationen auf der ganzen Welt ein. Auf Grund ihres Reichtums können sich die Industrieländer allerdings noch am besten vor den Auswirkungen des Klimawandels schützen.


Einige nützliche Links:

Tipps zu richtiger Mülltrennung:

https://utopia.de/ratgeber/muelltrennung-recycling/

 

Urlaub machen muss nicht unbedingt auf Kosten des Klimas gehen.
Tipps und Infos zum Thema findest du hier:

https://www.atmosfair.de/de/gruenreisen/klimafreundlich_reisen/

 

Wie dein nächster Einkauf gut für‘s Klima sein und du dabei auch noch Geld sparen kannst, erfährst du hier:

https://utopia.de/ratgeber/klimafreundlich-shoppen-kaufen-sparen-tipp/

 

Eine vegane Ernährung ist besonders klimafreundlich. Hier findest du viele Infos, falls du einsteigen möchtest:

https://www.peta.de/veganesleben

https://vegan-taste-week.de/

 

Noch eine sehr umwelt-, klima- und geldbeutelfreundliche Alternative zum Supermarkt ist Foodsharing. Was das genau ist und wie du mitmachen kannst, erfährst du hier:

https://foodsharing.de/

Schon gewusst? Gegen den Klimawandel kann man sogar klagen:

https://www.greenpeace.de/klimaklage-aktuell

 

Auch gut fürs Klima: Repair-Cafés, www.nebenan.de, Gebrauchtwarenkaufhäuser, Second-Hand-Klamotten (Kleidertauschpartys, Kleiderkreisel, Second-Hand-Läden).

Hier kannst bei einem fiktiven Einkauf erfahren, was hinter verschiedenen Produkten steckt : http://globalersupermarkt.de/


Eine Kampagne
der Deutschen Umweltstiftung, die dir unter anderem auch konkrete Handlungsmöglichkeiten gegen unbedachten Konsum vorstellt: https://kaufnix.net/

Anfrage

Eine Anfrage mit Wunschtermin, Gruppengröße und Alter sowie Kontaktdaten stellen Sie am einfachsten per Mail.